Fußballregeln - 2009/2010
Regel 5 - Der Schiedsrichter
Die Entscheidungsgewalt des Schiedsrichters
Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die unbeschränkte Befugnis hat, den Fußballregeln in dem Spiel, für das er aufgeboten wurde, Geltung zu verschaffen.
Rechte und Pflichten
Der Schiedsrichter hat
- die Spielregeln anzuwenden,
- die Partie in Zusammenarbeit mit den Schiedsrichter-Assistenten und, wo vorhanden, mit dem Vierten Offiziellen zu leiten,
- sicherzustellen, dass die Bälle der Regel 2 entsprechen,
- sicherzustellen, dass die Ausrüstung der Spieler der Regel 4 entspricht,
- die Zeit zu stoppen und sich Aufzeichnungen über den Verlauf des Spiels zu machen,
- die Partie bei einem Vergehen oder gegebenenfalls aus einem anderen Grund zu unterbrechen, vorübergehend auszusetzen oder ganz abzubrechen,
- die Partie bei jedem Eingriff von außen zu unterbrechen, vorübergehend auszusetzen oder ganz abzubrechen,
- die Partie zu unterbrechen, wenn er einen Spieler für ernsthaft verletzt hält, und zu veranlassen, dass dieser vom Spielfeld gebracht wird. Ein verletzter Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wenn die Partie wieder aufgenommen wurde,
- die Partie weiterlaufen zu lassen, bis der Ball aus dem Spiel ist, wenn er überzeugt ist, dass ein Spieler nur leicht verletzt ist,
- dafür zu sorgen, dass ein Spieler mit blutender Wunde das Spielfeld zur Behandlung verlässt. Der Spieler darf erst nach einem Zeichen des Schiedsrichters zurückkehren, der sich davon überzeugt haben muss, dass die Blutung gestoppt wurde,
- von einer Spielunterbrechung abzusehen, wenn dies von Vorteil für dasjenige Team ist, gegen das sich das Vergehen richtete, und das ursprüngliche Vergehen zu bestrafen, wenn der erwartete Vorteil zu diesem Zeitpunkt nicht eintritt,
- das schwerer wiegende Vergehen zu bestrafen, wenn ein Spieler zur gleichen Zeit mehrere Vergehen beging,
- disziplinarische Maßnahmen gegen Spieler zu ergreifen, die ein verwarnungsoder feldverweiswürdiges Vergehen begangen haben. Dies muss nicht sofort geschehen, spätestens aber dann, wenn der Ball das nächste Mal aus dem Spiel ist,
- Maßnahmen gegen Teamverantwortliche zu ergreifen, die sich nicht verantwortungsbewusst verhalten, wobei er sie gegebenenfalls vom Spielfeld und dessen unmittelbarer Umgebung entfernen lassen darf,
- auf Hinweis eines Schiedsrichter-Assistenten über Ereignisse zu entscheiden, die er selbst nicht gesehen hat,
- zu verhindern, dass Personen das Spielfeld betreten, die hierzu nicht berechtigt sind,
- die Fortsetzung der Partie anzuzeigen, nachdem sie unterbrochen war, und
- der zuständigen Instanz einen Bericht über die Partie zukommen zu lassen, der Informationen über die gegen Spieler und/oder Offizielle ausgesprochenen disziplinarischen Maßnahmen sowie über alle besonderen Vorfälle vor, während oder nach dem Spiel enthält.
Entscheidungen des Schiedsrichters
Die Entscheidungen des Schiedsrichters zu spielrelevanten Tatsachen sind endgültig.
Dazu gehören auch das Ergebnis des Spiels sowie die Entscheidung auf „Tor“
oder „kein Tor“.
Der Schiedsrichter darf eine Entscheidung nur ändern, wenn er feststellt hat, dass
sie falsch war, oder falls er es für nötig hält, auch auf einen Hinweis eines
Schiedsrichter-Assistenten oder des Vierten Offiziellen. Voraussetzung hierfür ist,
dass er die Partie weder fortgesetzt noch abgepfiffen hat.
Entscheidungen des International Football Association Board
- Ein Schiedsrichter (oder, wo ebenfalls aufgeboten, ein Schiedsrichter- Assistent oder Vierter Offizieller) kann für eine von einem Spieler, Offiziellen oder Zuschauer erlittene Verletzung, einen Schaden an Eigentum irgendwelcher Art, einem von einer Person, einem Klub, einer Gesellschaft, einem Verband oder einer anderen Organisation erlittenen Verlust, der/die aufgrund eines im Einklang mit den Spielregeln oder dem normalen Vorgehen bei der Leitung und Kontrolle eines Spiels getroffenen Entscheids entstanden ist oder entstanden sein kann, nicht haftbar gemacht werden. Dies kann die Entscheidung einschließen,
- ob der Zustand des Spielfelds oder seiner Umgebung oder die Wetterbedingungen ein Spiel zulassen oder nicht,
- ein Spiel aus welchem Grund auch immer abzubrechen,
- ob die auf dem Feld während des Spiels benutzten Ausrüstungsgegenstände oder der Ball spieltauglich sind,
- die Partie wegen Störung durch Zuschauer oder irgendeines Problems auf den Zuschauerrängen zu unterbrechen oder nicht,
- die Partie zu unterbrechen oder nicht, um einen verletzten Spieler zur Behandlung vom Platz bringen zu lassen,
- zu verlangen, dass ein verletzter Spieler zur Behandlung vom Platz gebracht wird,
- einem Spieler das Tragen bestimmter Kleidungs- und Ausrüstungsgegen stände zu gestatten oder zu verbieten,
- (soweit es in seiner Zuständigkeit liegt) Personen (einschließlich der Team- und Stadionverantwortlichen, Sicherheitsverantwortlichen, Fotografen und der anderen Medienvertreter) den Aufenthalt in der Nähe des Spielfelds zu gestatten,
- die er in Übereinstimmung mit den Fußballregeln oder seinen Pflichten trifft, die sich aus den Bestimmungen der FIFA, einer Konföderation, eines Mitgliedsverbands oder einer Liga ergeben, die für ein Spiel gelten.
- Wird für ein Turnier oder einen Wettbewerb ein Vierter Offizieller bezeichnet, haben seine Rolle und Pflichten den vom International F. A. Board erlassenen Weisungen zu entsprechen, die in den Spielregeln aufgeführt sind.
Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter
Rechte und Pflichten
Der Schiedsrichter darf das Spiel unterbrechen, falls das Flutlicht seiner
Meinung nach unzureichend ist.
Trifft ein von Zuschauern geworfener Gegenstand den Schiedsrichter, einen
der Schiedsrichter-Assistenten, einen Spieler oder Teamoffiziellen, kann der
Schieds richter die Partie je nach Ausmaß des Zwischenfalls weiterlaufen lassen,
unterbrechen oder abbrechen. Auf jeden Fall aber muss der Schiedsrichter den
Vorfall den zuständigen Instanzen melden.
Der Schiedsrichter kann Verwarnungen und Feldverweise auch während der
Pause, nach dem Schlusspfiff, während der Verlängerung und während des
Elfmeterschießens aussprechen, da er auch dann die Entscheidungsgewalt über
das Spiel besitzt.
Kann der Schiedsrichter aus irgendeinem Grund seine Funktion zeitweilig nicht
wahrnehmen, kann die Partie unter der Leitung der Schiedsrichter-Assistenten
bis zur nächsten Spielunterbrechung fortgesetzt werden.
Bläst ein Zuschauer in eine Trillerpfeife und ist der Schiedsrichter der Meinung,
dass das Spielgeschehen durch diesen Pfiff beeinflusst wurde (z. B. wenn ein
Spieler daraufhin den Ball in der Annahme in die Hand nimmt, das Spiel sei unterbrochen
worden), wird das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichter-
Ball an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der
Unterbrechung befand. Wurde das Spiel innerhalb des Torraums unterbrochen,
erfolgt der Schiedsrichter-Ball auf der Torraumlinie parallel zur Torlinie so nahe
wie möglich bei der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung
befand.
Vorteil
Der Schiedsrichter kann bei jeglichem Vergehen die Vorteilregel anwenden.
Bei der Beurteilung, ob die Vorteilregel angewandt oder das Spiel unterbrochen
wird, hat der Schiedsrichter nach Möglichkeit folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Schwere des Vergehens: Zieht das Vergehen einen Feldverweis nach sich, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und verweist den Spieler des Feldes, sofern dadurch keine Torchance vereitelt wird,
- der Ort des Vergehens: je näher beim gegnerischen Tor, desto gefährlicher die Situation,
- Erfolgsaussicht eines unmittelbaren, gefährlichen Angriffs auf das gegnerische Tor,
- Spielatmosphäre.
Der Entscheid zur Ahndung des ursprünglichen Vergehens ist innerhalb der
nächsten paar Sekunden zu treffen.
Zieht das Vergehen eine Verwarnung nach sich, wird der Spieler bei der nächsten
Unterbrechung verwarnt. Falls jedoch nicht klar auf Vorteil entschieden werden
kann, sollte das Spiel unterbrochen und der Spieler sofort verwarnt werden.
Erfolgt die Verwarnung NICHT bei der nächsten Spielunterbrechung, kann sie
auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt ausgesprochen werden.
Verletzte Spieler
Im Zusammenhang mit Verletzungen von Spielern hat der Schiedsrichter folgende Richtlinien zu beachten:
- Das Spiel kann ohne Unterbrechung weiterlaufen, bis der Ball aus dem Spiel ist, wenn ein Spieler seiner Ansicht nach nur leicht verletzt ist.
- Das Spiel wird unterbrochen, wenn ein Spieler nach Ansicht des Schieds - richters ernsthaft verletzt ist.
- Nach Befragung des Spielers kann der Schiedsrichter einem, höchstens zwei medizinischen Betreuern erlauben, das Spielfeld zu betreten, um die Art der Verletzung festzustellen und für den sicheren und raschen Transport des Spielers vom Spielfeld zu sorgen.
- Gleichzeitig mit den medizinischen Betreuern sollten auch die Helfer mit der Trage auf das Spielfeld gelangen, damit der Spieler so schnell wie möglich zur Seitenlinie transportiert werden kann.
- Der Schiedsrichter achtet darauf, dass der Verletzte sicher vom Spielfeld gebracht wird.
- Die Behandlung eines verletzten Spielers auf dem Spielfeld ist nicht erlaubt.
- Ein Spieler mit blutender Wunde hat das Spielfeld zur Behandlung zu verlassen. Er darf das Spielfeld erst wieder betreten, wenn sich der Schiedsrichter vergewissert hat, dass die Blutung gestoppt wurde. Das Tragen blutverschmierter Kleidung ist verboten.
- Wenn der Schiedsrichter erlaubt, dass Betreuer auf den Platz kommen, bedeutet dies für den Spieler, dass er das Feld verlassen muss, entweder auf der Trage oder zu Fuß. Hält er sich nicht an die Anweisung des Schiedsrichters, wird er wegen unsportlichen Betragens verwarnt.
- Ein verletzter Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wenn das Spiel wieder aufgenommen wurde.
- Wenn sich der Ball im Spiel befindet, darf der Spieler nach der Behandlung nur über die Seitenlinie auf das Feld zurückkehren. Wenn der Ball nicht im Spiel ist, ist dies auch an den Torlinien erlaubt.
- In beiden Fällen darf der Spieler jedoch erst nach einem Zeichen des Schieds - richters auf das Spielfeld zurückkehren.
- Der Schiedsrichter erlaubt einem verletzten Spieler die Rückkehr aufs Spiel - feld, wenn einer der Schiedsrichter-Assistenten oder der Vierte Offizielle überprüft hat, dass der Spieler wieder einsatzbereit ist.
- Wurde das Spiel nicht aus einem anderen Grund unterbrochen oder ist die Ursache für eine Verletzung eines Spielers kein Vergehen, wird die Partie mit einem Schiedsrichter-Ball an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand. Wurde das Spiel innerhalb des Torraums unterbrochen, erfolgt der Schiedsrichter-Ball auf der Torraumlinie parallel zur Torlinie so nahe wie möglich bei der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.
- Der Schiedsrichter lässt die gesamte Zeit, die durch Verletzungen verloren geht, am Ende jeder Halbzeit nachspielen.
- Wenn der Schiedsrichter einen Spieler, der zur Behandlung einer Verletzung das Spielfeld verlassen muss, durch Zeigen einer Karte bestrafen will, zeigt er die Karte, bevor der Spieler das Feld verlässt.
Ausnahmen gelten nur
- bei Verletzung eines Torhüters,
- wenn ein Torhüter und ein Feldspieler nach einem Zusammenprall sofortige Betreuung benötigen,
- bei sehr schweren Verletzungen wie verschluckter Zunge, Gehirn erschütterung, Beinbruch.
Mehrere Vergehen gleichzeitig
- Bei Vergehen von zwei Spielern des gleichen Teams:
- Der Schiedsrichter bestraft das am schwersten wiegende Vergehen, wenn mehrere Spieler gleichzeitig gegen die Spielregeln verstoßen.
- Die Wiederaufnahme des Spiels erfolgt gemäß dem am schwersten wiegenden Vergehen.
- Bei Vergehen von Spielern beider Teams:
- Das Spiel wird unterbrochen und mit einem Schiedsrichter-Ball an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand. Wurde das Spiel innerhalb des Torraums unterbrochen, erfolgt der Schiedsrichter-Ball auf der Torraumlinie parallel zur Torlinie so nahe wie möglich bei der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unter - brechung befand.
Position während des laufenden Spiels
Empfehlungen
- Das Spiel soll sich jeweils zwischen dem Schiedsrichter und dem am nächsten positionierten Schiedsrichter-Assistenten abspielen.
- Der am nächsten positionierte Schiedsrichter-Assistent befindet sich im Blickfeld des Schiedsrichters. Der Schiedsrichter bewegt sich großräumig und diagonal über den Platz.
- Durch die Position am Rand des Spielgeschehens kann der Schiedsrichter das Spielgeschehen und den am nächsten positionierten Schiedsrichter-Assistenten leichter im Blick behalten.
- Der Schiedsrichter steht möglichst nahe beim Spielgeschehen, um dieses optimal zu verfolgen, ohne jedoch darauf Einfluss zu nehmen.
- Wichtige Szenen spielen sich nicht unbedingt in der Nähe des Balls ab. Der Schiedsrichter achtet auf
- aggressives Verhalten einzelner Spieler abseits des Spielgeschehens,
- mögliche Vergehen im Spielfeldbereich, in den sich das Spiel verlagert,
- Vergehen, nachdem der Ball weggespielt wurde.
Position bei Standardsituationen
Von einer optimalen Position kann der Schiedsrichter korrekt entscheiden.
Sämtliche Empfehlungen zur Position beruhen auf Wahrscheinlichkeit und müssen
aufgrund von spezifischen Informationen zu Teams, Spielern und Vorkommnissen während
des Spiels jeweils angepasst werden.
Die Positionsvorschläge auf den folgenden Abbildungen sind grundsätzlicher
Art und gelten als Empfehlung. Als „Zone“ wird ein Bereich um eine empfohlene
Position beschrieben, von der aus der Schiedsrichter seine Funktion optimal
wahrnehmen kann. Die Zonen können je nach Situation kleiner oder größer sein
und unterschiedliche Formen aufweisen.
Schiedsrichter-Pfiff
Der Schiedsrichter-Pfiff ist zwingend:
- beim Anstoß (erste und zweite Halbzeit, nach einem Tor)
- bei einer Spielunterbrechung
- für einen Freistoß oder Strafstoß
- bei Aussetzen oder Abbruch des Spiels
- am Ende einer Spielhälfte, wenn die Spielzeit abgelaufen ist
- zur Wiederaufnahme des Spiels
- bei Freistößen, wenn die Mauer auf die vorgeschriebene Distanz beordert wird
- bei Strafstößen
- zur Wiederaufnahme des Spiels nach einer Spielunterbrechung wegen
- einer Gelben oder Roten Karte wegen Foulspiels
- einer Verletzung
- einer Auswechslung
Der Schiedsrichter-Pfiff ist nicht zwingend
- für eine Spielunterbrechung
- bei Abstoß, Eckstoß oder Einwurf
- bei einem Tor
- zur Wiederaufnahme des Spiels
- nach Abstoß, Eckstoß oder Einwurf
Wird der Schiedsrichter-Pfiff unverhältnismäßig oft eingesetzt, verliert er seine Wirkung, wenn er zwingend ist. Darf die Wiederaufnahme des Spiels nur nach einem Schiedsrichter-Pfiff erfolgen, signalisiert der Schiedsrichter den Spielern unmissverständlich, dass das Spiel erst nach dem Pfiff fortgesetzt werden darf.
Körpersprache
Die Körpersprache
- hilft dem Schiedsrichter bei der Leitung des Spiels,
- unterstreicht seine Autorität und Selbstkontrolle.
Die Körpersprache dient nicht
- zur Erklärung von Entscheidungen.
Anweisungen des DFB
- Den Schiedsrichtern und Schiedsrichter-Assistenten ist für ihre Kleidung die Farbe Schwarz vorbehalten. Andere Farben dürfen ebenfalls getragen werden.
- Ist der Schiedsrichter über eine Entscheidung im Zweifel, so befragt er den Schiedsrichter-Assistenten, ehe er die Entscheidung trifft!
- Der Schiedsrichter darf ein Spiel nicht anpfeifen bzw. muss es abbrechen, wenn die Witterungsverhältnisse die Sicht von einem Tor zum anderen nicht mehr zulassen.
- Der Schiedsrichter kann ein Spiel wegen der Witterungsverhältnisse oder aus einem anderen Grund unterbrechen. Die Dauer der Unter brechung soll 30 Minuten nicht überschreiten. Ist jedoch abzusehen, dass das Spiel wenige Minuten nach dieser Zeit fortgesetzt werden kann, soll der Schiedsrichter großzügig verfahren. Ein Spielabbruch sollte nur dann erfolgen, nachdem alle zumutbaren Mittel, das Spiel fortzusetzen, erschöpft sind.
- Den Spielern ist es gestattet, während Spielunterbrechungen Erfrischungsgetränke zu sich zu nehmen. Sie müssen sich hierzu jedoch an die Seitenlinie begeben. Hingegen ist es untersagt, mit Wasser gefüllte Plastiksäcke oder andere Behälter auf das Spielfeld zu werfen.
- Der Platzverein ist für den Schutz des Schiedsrichters und der Schiedsrichter-Assistenten sowohl vor dem Spiel, während des Spieles und nach dem Spiel, als auch beim Verlassen des Platzes verantwortlich.
- Der Schiedsrichter kann Persönliche Strafen (Verwarnungen mit Gelber Karte, Feldverweise mit Gelb-Roter oder Roter Karte) gegen Spieler, Auswechselspieler und ausgewechselte Spieler aussprechen, nachdem er und die Spieler das Spielfeld zur Aufnahme des Spieles (Anstoß) betreten haben. Diese Strafbefugnis erstreckt sich auch auf die Halbzeitpause und endet mit dem Verlassen des Spielfeldes. Vor dem Spiel des Feldes verwiesene Spieler können ersetzt werden. Danach ist dies nicht mehr möglich.
- Tritt eine Mannschaft nicht an, so hat der andere Verein die Pflicht, 45 Minuten zu warten. Danach ist er berechtigt, das Spiel nicht auszutragen.
Ubbo Voss - Ein Schiedsrichterlehrwart berät