Binnen of buten ? (»Innerhalb oder außerhalb ?«)

Lösungen

1. c. - Da der Kontakt außerhalb des Spielfeldes stattfindet, muss das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt werden.

2. a. - Zum Körperkontakt kommt es außerhalb des Strafraums. Wegen des Stoßens wird gemäß der Regel 12 ein direkter Freistoß verhängt.

3. a. - Die Unsportlichkeiten geschehen außerhalb des Spielfeldes, weshalb als Spielfortsetzung nur der Schiedsrichterball in Frage kommt. Schiedsrichterbälle werden in der Regel dort durchgeführt, wo der Ball im Moment des Abpfiffs war.

4. b. - Regelgerecht hätte der Spieler sich beim Schiedsrichter zur Behandlung seiner Verletzung abmelden müssen. Er zählt trotzdem als außerhalb befindlich und wird wegen unerlaubten Betreten des Spielfeldes verwarnt.

5. b. - Der Auswechselspieler kann nur wegen unerlaubten Betretens des Spielfeldes bestraft werden. Das Wegtreten des Balles ist in der Regel 12 nicht als Regelübertretung genannt und darf somit auch nicht geahndet werden.

6. b. - Ebenso wie ein Auswechselspieler kann auch ein bereits ausgewechselter Spieler gemäß der Anweisung des DFB (Anweisung Nr. 18 zur Regel 12) nur mit einer gelben Karte belegt werden, wenn er unerlaubt das Spielfeld betritt und durch Wegtreten des Balles ein sicheres Tor verhindert. Das Spielen des Balles gehört zu den Obliegenheiten eines jeden Spielers und ist nicht strafbar. Zu diesem Tatbestand hat es schon einmal sinnvollere Regelauslegungen gegeben ...

7. a. - Unter Beachtung der Vorteilsbestimmung erkennt der Schiedsrichter den Treffer an. Der Spieler wird verwarnt, weil er vorher ohne Zustimmung des Spielleiters das Spielfeld betreten hat.

8. c. - Mit Blick auf ein Abseits gilt jeder Spieler, der ohne Zustimmung des Spielleiters das Spielfeld verlässt, als auf der eigenen Tor- beziehungsweise Seitenlinie befindlich.

9. a. - Da der Schnee kein Gegenstand von überdurchschnittlicher Härte ist, genügt das Zeigen der gelben Karte. Die FIFA schreibt als Spielfortsetzung den indirekten Freistoß (wo Ball im Moment des Abpfiffs) vor.

10. c. - Von dem geworfenen Kieselstein geht eine erhebliche Gefährdung für den gegnerischen Spieler aus. Deshalb ist ROT angebracht. Als Spielfortsetzung ist ein indirekter Freistoß (wo Ball im Moment der Spielunterbrechung) vorgeschrieben.

11. b. - Laut Regelauslegung der FIFA muss der Schiedsrichter zunächst entscheiden, ob ein Gegenstand rücksichtslos (GELB) oder mit übermäßiger Härte (ROT) auf den Gegner geworfen wird. Die Spielfortsetzung ist der direkte Freistoß, da der Gegner außerhalb des Strafraumes getroffen wurde oder werden sollte.

12. b. - Das Werfen gehört zu den Regelübertretungen, die einen direkten Freistoß beziehungsweise im Strafraum einen Strafstoß bedingen, sofern das Foulspiel sich gegen den Gegner richtet.

13. a. - Da der Gegner im Strafraum getroffen werden sollte, ist ein Strafstoß zu verhängen. Gemäß der Anweisung der FIFA zur Regel 12 ist auch der Versuch strafbar.

14. b. - Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel, spricht eine angemessene persönliche Strafe aus und setzt das Spiel mit einem indirekten Freistoß (wo Ball bei der Spielunterbrechung) fort.

15. b. - Beim unerlaubten Verlassen des Spielfeldes sehen die Regeln eine Verwarnung und einen indirekten Freistoß (wo Ball beim Pfiff) vor. Dass der rot sehende Spieler ROT sieht, braucht wohl nicht erwähnt zu werden.

16. b. - Ein Akteur, der ohne die Zustimmung des Schiedsrichters ins Spiel eintritt, wird nicht zum Spieler. Praktisch wurde somit ein »Zuschauer« am Torschuss gehindert. Die Spielfortsetzung ist deshalb der indirekte Freistoß (wo Ball beim Abpfiff). Der Abwehrspieler sieht die gelbe Karte wegen unsportlichen Verhaltens, der Angreifer wird wegen Betretens des Spielfeldes ohne Zustimmung des Spielleiters verwarnt.

17. c. - Da zwei Regelverstöße zu ahnden sind, bestimmt der schwerwiegendere Regelverstoß die Spielfortsetzung: Wegen des unerlaubten Betretens des Spielfeldes ist GELB fällig und das Zufallbringen des Gegners erfordert eine weitere gelbe Karte, also GELB zeigen und dann GELB/ROT.

18. a. - Orginalzitat aus den Anweisungen der FIFA zur Regel 3: »Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel nicht sofort (wenn der Spieler nicht ins Spielgeschehen eingreift oder auf Vorteil entschieden wird).« In der nächsten Spielunterbrechung muss der Spieler verwarnt werden.

19. b. - Dem Schiedsrichter ist ein Fehler unterlaufen. Nur für den Fall, dass der Freistoß direkt zum Tor verwandelt wird, muss er wiederholt werden.

20. c. - Die Antwort ist durch den Regeltext nicht zu belegen: Das Fußballfeld wird bis zum Durchmesser des Balles vergrößert, so lange das Leder die Torlinie nicht vollständig überschritten hat. Diese Regelauslegung des DFB lässt aber eine allen einsichtige Spielfortsetzung zu. Mehr zu diesem Thema gibt es unter Nachgedacht 16:  Tatort, Spieler oder Ball?



Beurteilung

0 Fehler: Umsatteln und Lehrwart werden !

1-2 Fehler: Das war eine Spitzenleistung !

3-4 Fehler: Eine gute Leistung, angesichts der »exotischen« Fragen

5-6 Fehler: Könnte besser sein, aber das Ergebnis tut einer guten Spielleitung keinen Abbruch

7-8 Fehler: Nicht gerade berauschend, aber aufgrund der geringen Praxisrelevanz der Fragen noch kein Grund zur Sorge

9-10 Fehler: Ein gelegentlicher Blick ins Regelheft könnte Ihnen nicht schaden

11-12 Fehler: Ihnen könnte schon einmal ein spielentscheidender Fehler unterlaufen

13-14 Fehler: Da hat wohl jemand zu viele Lehrveranstaltungen geschwänzt

mehr als 14 Fehler: Geoutet! Sie sind kein Schiedsrichter und viel Glück beim Raten haben Sie leider auch nicht ...