Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Lösungen

1. b. - Der Verein hat nur einen Grund für das Geschenk: Der Schiedsrichter soll wohlwollend gestimmt werden.

2. b. - Der Verein baut vor. Er weiß, dass sich ihre Wege noch häufiger kreuzen. Da kann eine „positive Grundstimmung“ nicht schaden. Die „Meisterleistung“ in dieser Hinsicht vollbrachte ein Vereinsvorsitzender östlich von Ostfriesland: Auch nach schwachen Spielleitungen lobte er den Referee „über den grünen Klee“, und der Schiedsrichter freute sich darüber ...

3. b. - Das Mitgefühl ist nicht echt, es sei denn, der Betreuer hätte eine „geheime Beziehung“ zu der Dame.

4. a. - Es gibt etliche Schiedsrichter, die Vereinsnadeln sammeln. Es spräche auch nichts dagegen, wenn der Referee den Verein um eine Nadel bitten würde.

5. b. - Drei Gründe, das Geschenk abzulehnen: Solche Becher sind teuer, das Geschenkmotiv ist unlauter und derartige Andenken sind Staubfänger ...

6. b. - Ein äußerst plumper Beeinträchtigungsversuch. Das gilt übrigens auch, wenn kleinere Vereine mit weniger wertvollen Geschenken für „gute Stimmung sorgen wollen“.

7. b. - Sachgeschenke sind unabhängig vom Wert (und der Finanzlage des Vereins) grundsätzlich abzulehnen.

8. b. - Einen Bundesligaschiedsrichter kann man mit Sachgeschenken weder beeindrucken und schon gar nicht beeinflussen ...

9. b. - Wenn es bei dem Verein üblich ist, dass jeder Spielleiter einmal einen Vereinswimpel erhält, spricht kaum etwas gegen eine Annahme.

10. b. - Ein „kleiner Verein“ muss die Wimpel teuer bezahlen. Sie werden Freunden übergeben und mit Ihnen werden Leistungen für den Verein belohnt. Damit kann der Schiri nicht dienen ...

11. b. - Sponsor und Verein freuen sich, wenn sie einen „Werbeträger“ gefunden haben! Falls der Schiedsrichter zum Beispiel für „Rüko-Hühnerfutter“ Reklame laufen will, ist das seine Sache.

12. b. - Man stelle sich vor, der Betreuer des Gegners platzt in diese „„Zeremonie“. Sein Kommentar: „Ach, so läuft das!“ Peinlich! Vielleicht trägt es zur richtigen Selbsteinschätzung des Spielleiters bei, wenn ihm klar wird, dass Vereine nicht einmal ihre eigenen Mitglieder so „verehren“.

13. b. - In Esens (Ostfriesland) geschehen: Nach dem Spiel sagte ein Spieler zum Schiri: „Es war ein schönes Spiel, schade dass Sie es nicht gesehen haben.“ Auch er fühlte sich verhohnepipelt ...

14. b. - Der Verein möchte auch den Schiedsrichter an dem Freudenfest beteiligen. Es wäre taktlos, ein solches eigens für den Schiri vorbereitete Erinnerungsgabe abzulehnen.

15. a. - Werbeartikel von geringem Wert kann der Schiedsrichter unbedenklich annehmen. Sie kosten den Verein nichts und niemand käme auf den Gedanken, den Schiri damit beeinflussen zu können.

16. b. - Das ist ein Bestechungsversuch und ein Fall für das Sportgericht.

17. b. - Den Sponsor sollte man mit dem Hinweis der Meldung des Vorganges an die Instanzen „abblitzen“ lassen.

18. a. - Eine solche Einladung kann man bedenkenlos annehmen.

19. a. - Bei einer weiten Anreise spricht nichts dagegen, eine Einladung zum Essen jederzeit anzunehmen.

20. b. - Wenn „Mutters Küche“ in einer Stunde zu erreichen ist, gibt es keinen plausiblen Grund, sich von einem Verein zum Essen einladen zu lassen, schon gar nicht in ein Spezialitätenrestaurant.

21. a. - Da kann man schon `mal mitfeiern: Guten Appetit!

22. a. - Gegen eine Einladung zu einem Getränk ist generell nichts einzuwenden. Aber auch dabei gilt es Grenzen einzuhalten.

23. b. - Der Schiedsrichter sollte dem Verein recht deutlich machen, dass er lieber seinen Schiedsrichterkameraden treu bleibt.



Beurteilung

0 Fehler: Sie widerstehen allen Anfechtungen! Super!

1-2 Fehler: Nahezu alle „Goodwill-Aktionen“ der Vereine prallen an Ihnen ergebnislos ab.

3-4 Fehler: Sie durchschauen die allermeisten Tricks der Vereine, Sie übers „Hinterstübchen“ zu beeinflussen. Dennoch sollten Sie sich noch einmal intensiv mit den Fällen beschäftigen, in denen Sie einen Fehler begangen hätten.

5-6 Fehler: Sie gehen den meisten Vereinen „auf den Leim“. Gehen Sie die gesamten Fragen noch einmal in aller Ruhe durch.

7-8 Fehler: Sie laufen zwar keine Gefahr, von der Mafia eine schwarze Rose geschickt zu bekommen, aber um ein guter Schiedsrichter zu werden, bedarf es mehr als die Fußballregeln zu beherrschen.

9 und mehr: ... vielleicht wäre ein Schuldnerberater die bessere Lösung.